{"id":853,"date":"2010-07-28T18:59:19","date_gmt":"2010-07-28T16:59:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=853"},"modified":"2010-07-28T18:59:19","modified_gmt":"2010-07-28T16:59:19","slug":"mission-accomplished","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juliane-schader.de\/?p=853","title":{"rendered":"Mission accomplished"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt Dinge, von denen glaubt man, dass sie niemals zu Ende gehen. Dieser Winter zum Beispiel. Die Auftritte von Matze Knop als Franz Beckenbauer. Eine Folge des ARD-Buffets. Oder eben die Mitbewohnersuche, die mich in den vergangenen Wochen als der schlecht bezahlteste Vollzeitjob der Welt begleitete.<\/p>\n<p>Nun darf ich vermelden: Die Mission ist erf\u00fcllt, f\u00fcr den Franzosen wurde eine w\u00fcrdige Nachfolgerin gefunden: Die Britin.<\/p>\n<p>Vorbei ist damit die Zeit, in der ich zweiseitige Mails von Legasthenikern mit einer Vorliebe f\u00fcr Emoticons gar nicht so schnell l\u00f6schen konnte, wie sie erneut und erneut und dann noch mal in meinem E-Mail-Postfach einliefen. Einmal &#8222;Senden&#8220; dr\u00fccken reicht, liebe Gas-Wasser-Installateure aus Neubrandenburg.<\/p>\n<p>Auch auf Geschichten wie die \u00fcber Kirsche, den Paten von Wismar, werde ich nun leider verzichten m\u00fcssen. Dabei war es hoch spannend, zu erfahren, dass Kirsche ein WG-Haus in Wismar betreibt, das er sich nach und nach von seinen Mitbewohnern renovieren l\u00e4sst, die das gerne mit sich machen lassen, weil sie dann sp\u00e4ter bei Berliner WG-Castings glauben damit punkten zu k\u00f6nnen, mantrahaft zu wiederholen, dass sie ja damals &#8222;ziemlich lang beim Kirsche&#8220; haben wohnen d\u00fcrfen. Was nicht nur ein absurd langer Satz ist, sondern auch stark an Tom Sawyer erinnert.<\/p>\n<p>Und zwanzigj\u00e4hrige Kinder aus Bukarest, die sich in ihrer Freizeit VJ Schluss TV nennen und vorgeben, nicht nur Abitur, sondern bereits ein Studium abgeschlossen zu haben, weil im Leben alles &#8222;Zack. Zack. Zack.&#8220; gehen m\u00fcsse, werde ich auch kein Glas Wasser mehr anbieten m\u00fcssen. \u00dcber das sie mich dann belehren, das Berliner Leitungswasser sei unertr\u00e4glich, ebenso wie Menschen, die glaubten, Zwanzigj\u00e4hrige seien vielleicht etwas jung f\u00fcr ihre WG. <em>(Insert s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Akzent here:) <\/em>&#8222;Alter ist v\u00f6llig unwichtig. Ich bin vielleicht k\u00f6rperlich 20, aber geistig bin ich viel \u00e4lter. Ich bin bei meinen Eltern aufgewachsen, ich bin den Umgang mit Erwachsenen gew\u00f6hnt.&#8220; Wir nennen es altklug.<\/p>\n<p>Am Montag wird die Britin einziehen. Wir w\u00e4hlten sie aus aus tausenden Bewerbern, weil wir ihren Akzent so lieben, sie unser nicht ganz billiges Zimmer als geb\u00fcrtige Londonerin f\u00fcr ein Schn\u00e4ppchen h\u00e4lt, und weil sie als Britin kein Problem damit haben wird, dass unsere Wohnung keine Mischbatterien kennt.<\/p>\n<p>Doch keine Sorge &#8211; ihr Aufenthalt ist begrenzt. Wenn Sie sich f\u00fcr Probleme bei der Mitbewohnersuche interessieren, schalten Sie wieder ein Ende Oktober.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt Dinge, von denen glaubt man, dass sie niemals zu Ende gehen. Dieser Winter zum Beispiel. Die Auftritte von Matze Knop als Franz Beckenbauer. Eine Folge des ARD-Buffets. Oder eben die Mitbewohnersuche, die mich in den vergangenen Wochen als der schlecht bezahlteste Vollzeitjob der Welt begleitete. 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