{"id":777,"date":"2010-07-14T21:32:40","date_gmt":"2010-07-14T19:32:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=777"},"modified":"2010-07-14T21:32:40","modified_gmt":"2010-07-14T19:32:40","slug":"soko-sommer-kommissar-wowi-vermittelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juliane-schader.de\/?p=777","title":{"rendered":"Soko Sommer, Kommissar Wowi vermittelt"},"content":{"rendered":"<p>Es ist hei\u00df, und ich wei\u00df, dass dieser Zustand nicht dadurch ertr\u00e4glicher wird, dass man ihn aufschreibt. Aber vielleicht hilft es ja, einem der feinen Tipps zu folgen, die der Berliner Senat in dieser Woche unter die Leute bringt.<\/p>\n<p>Beginnen wir mit Klaus Wowereit. Man glaubt immer, der Mann hat f\u00fcr so etwas wie Schwitzen gar keine Zeit, da er dringend noch Proseccoreste aus Desir\u00e9e Nicks Schuhe schl\u00fcrfen muss, aber nein &#8211; er wendet sich mit einem Apell an seine Berliner: &#8222;Ich bitte dennoch alle Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, in ihrer  Nachbarschaft oder im Freundeskreis ein wachsames Auge speziell auf  \u00e4ltere oder erkrankte Mitmenschen zu haben. Sie leiden unter der  au\u00dferordentlichen W\u00e4rme mehr als J\u00fcngere. Fragen Sie nach, bieten Sie  Ihre Hilfe an \u2013 beim Einkaufen, bei kleineren Alltagst\u00e4tigkeiten oder wo  immer sonst solche Hilfe Sinn macht oder notwendig ist. Einmal zu oft  geklingelt ist immer noch besser, als hinterher zu bedauern, dass man  nicht t\u00e4tig geworden ist.\u201d<\/p>\n<p>Die meisten werde sich jetzt wohl an der Vorstellung erfreuen, wie unser Wowi vor der Arbeit der netten Nachbarin drei Wasserk\u00e4sten in den f\u00fcnften Stock tr\u00e4gt und noch mal eben durchs Bad wischt (&#8222;kleinere Alltagt\u00e4tigkeiten&#8220;), bevor er ins Rote Rathaus d\u00fcst. Ich dagegen muss daran denken, dass am Wochenende in einem Neuk\u00f6llner Wohnhaus zwei Leichen entdeckt wurden, weil es <a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/tatorte\/britz-noch-ein-toter-taeter-fluechtig-article915445.html\" target=\"_blank\">&#8222;im Haus merkw\u00fcrdig roch&#8220;<\/a>. Die Hitze, hinterher bedauern&#8230; nein, da gehe ich lieber mal gleich bei den Nachbarn klingeln, denn, wie der Herr B\u00fcrgermeister sagt: &#8222;In derart ungew\u00f6hnlichen Situationen zeigt sich, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt tats\u00e4chlich funktioniert.\u201d Da will man nat\u00fcrlich nicht negativ auffallen, gerade in einer derart ungew\u00f6hnlichen Situation wie gro\u00dfer Hitze im Juli. Damit kann ja keiner rechnen.<\/p>\n<p>Aber unser B\u00fcrgermeister ist nicht der einzige, der sich des Themas angenommen hat. Auch Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher hat erkannt: \u201eWir haben in diesen Tagen mit extremer W\u00e4rmebelastung zu k\u00e4mpfen. Alle Menschen sind besonderen Belastungen ausgesetzt und sollten ihr Verhalten darauf einstellen.&#8220; Womit sie wohl meint, dass man auf das Schleppen von Wasserk\u00e4sten doch besser verzichtet, zumal man laut Frau Lompscher auch viel g\u00fcnstiger an Getr\u00e4nke kommen kann, denn: &#8222;das Berliner Leitungswasser hat eine gute Qualit\u00e4t und steht allen ohne M\u00fche zur Verf\u00fcgung&#8220;. Das freut einen doch, zu h\u00f6ren &#8211; besonders nat\u00fcrlich, wenn man die Berliner Wasserbetriebe ist und damit teilprivatisiert und zum Teil RWE geh\u00f6rend.<\/p>\n<p>Aber malen wir den Teufel mal nicht an die Wand, denn selbst bei der Hitze schaffen es wohl 3,4 Millionen Berliner kaum, den Wasserverbrauch der Stadt signifikant durch Trinken zu erh\u00f6hen. Wie der Fall l\u00e4ge, wenn Prosecco aus der Leitung fl\u00f6sse, kl\u00e4ren wir dann mit Herrn Wowereit das n\u00e4chste Mal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist hei\u00df, und ich wei\u00df, dass dieser Zustand nicht dadurch ertr\u00e4glicher wird, dass man ihn aufschreibt. Aber vielleicht hilft es ja, einem der feinen Tipps zu folgen, die der Berliner Senat in dieser Woche unter die Leute bringt. Beginnen wir mit Klaus Wowereit. 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