{"id":3260,"date":"2017-04-26T14:50:42","date_gmt":"2017-04-26T12:50:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=3260"},"modified":"2017-04-26T14:52:55","modified_gmt":"2017-04-26T12:52:55","slug":"die-luecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juliane-schader.de\/?p=3260","title":{"rendered":"Die L\u00fccke"},"content":{"rendered":"<p><em>Journalist vom M\u00e4rz 2017<\/em><\/p>\n<p>Das einzige Mitglied der Chefredaktion, das 20 Prozent weniger verdient als die ma\u0308nnlichen Kollegen. Die Social-Media- Redakteurin, die den Neuen mit vergleichbarer Berufserfahrung und den gleichen Aufgaben einarbeitet und dann erfa\u0308hrt, dass dieser im Jahr 10.000 Euro mehr verdient als sie. Die Fernsehredakteurin, die am Jahresende ein Rundschreiben vom Personalrat bekommt, das den durchschnittlichen Gehaltsanstieg in der Redaktion feiert, und sich fragt: Welcher Gehaltsanstieg? Nur die Ma\u0308nner im Team wissen die Antwort.<\/p>\n<p>Wer einmal beginnt, sich in deutschen Redaktionen nach Unterschieden zwischen Frauen und Ma\u0308nnern in der Bezahlung zu erkundigen, der fu\u0308hlt sich bald wie auf einer Zeitreise in die 50er Jahre. Gleichberechtigung? Fehlanzeige. \u201eEs gibt fu\u0308r mich keinen ersichtlichen Grund, warum ich so viel weniger verdiene als mein Kollege\u201c, sagt eine Redakteurin, die anonym bleiben mo\u0308chte. Wie ihr geht es auch anderen, die fu\u0308r diesen Text befragt wurden. Eine Branche, die sich dem Aufdecken von Misssta\u0308nden verschrieben hat, wird ganz leise, wenn es um Unwuchten im eigenen System geht. In den meisten Arbeitsvertra\u0308gen steht der Hinweis, dass man u\u0308ber sein Gehalt nicht sprechen du\u0308rfe. In Zeiten wie diesen mag im Journalismus niemand seinen Job riskieren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Laut dem Statistischen Bundesamt haben Frauen hierzulande im Jahr 2015 im Schnitt 21 Prozent weniger verdient als Ma\u0308nner. Experten bezeichnen diesen Unterschied als \u201eGender Pay Gap\u201c. Deutschland liegt damit u\u0308ber dem Durchschnitt innerhalb der Europa\u0308ischen Union mit 16 Prozent.<\/p>\n<p>Auch im Journalismus ist diese Lu\u0308cke zu beobachten. \u201eWir haben die Geha\u0308lter unserer Redakteure 2014 einmal strukturiert analysiert und damals festgestellt, dass Frauen, die vor 2010 eingestellt wurden, im Durchschnitt gut 15 Prozent weniger verdienten als Ma\u0308nner\u201c, sagt Frank Murken. \u201eBei den spa\u0308ter Dazugekommenen lag bei einem insgesamt niedrigeren Gehaltsniveau die Vergu\u0308tung der Frauen geringfu\u0308gig u\u0308ber dem ihrer Kollegen.\u201c<\/p>\n<p>Murken ist Betriebsratsvorsitzender bei der Wochenzeitung Zeit, die als vorbildlich bei der Fo\u0308rderung von Frauen in Fu\u0308hrungspositionen gilt. Ihr Gescha\u0308ftsfu\u0308hrer Rainer Esser ist Mitglied in der \u201eInitiative Chefsache\u201c, die sich fu\u0308r die Chancengleichheit von Ma\u0308nnern und Frauen engagiert.<\/p>\n<p>\u201eEin Gender Pay Gap existiert. Doch die unterschiedliche Bezahlung, die wir festgestellt haben, kann viele Ursachen haben \u2013 Berufserfahrung, Aufgabenbereiche oder das Gehalt beim vorherigen Arbeitgeber\u201c, meint Murken. Das sei damals nicht genauer betrachtet worden. Fu\u0308r ihn ist wichtig: \u201eEine explizite Strategie, weibliche Mitarbeiter finanziell zu diskriminieren, gibt es bei der Zeit nicht.\u201c<\/p>\n<p>Gru\u0308nde, warum Frauen weniger verdienen als Ma\u0308nner, finden sich viele. Das Statistische Bundesamt fu\u0308hrt dazu an, dass Frauen eher in schlechter bezahlten Care-Berufen, etwa als Altenpflegerin oder Erzieherin arbeiten und seltener Fu\u0308hrungspositionen innehaben. Im sogenannten bereinigten Gender Pay Gap werden diese Faktoren herausgerechnet und nur noch Ma\u0308nner und Frauen mit vergleichbaren Ta\u0308tigkeiten und Qualifikationen verglichen. Doch auch so bleibt eine Lu\u0308cke von sieben Prozent.<\/p>\n<p><strong>Aufgabe des Arbeitgebers!<\/strong><\/p>\n<p>Das Amt gibt an, dass diese unter anderem mit Pausen im Job zu erkla\u0308ren wa\u0308re. Schlie\u00dflich sind es immer noch vorwiegend Frauen, die fu\u0308r die Familie und die Erziehung der Kinder zu Hause bleiben. Das arbeitnehmernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW ) fu\u0308gt dem noch hinzu, dass Frauen ihr Gehalt nicht so hart verhandelten wie Ma\u0308nner und zudem lieber in kleineren Unternehmen arbeiteten, wo tendenziell weniger bezahlt werde. Fu\u0308r das IW ergibt sich daraus, dass die Gender Pay Gap keine Folge von Diskriminierung, sondern von individuellen Entscheidungen sei.<\/p>\n<p>Frank Murken ha\u0308lt dagegen, man ko\u0308nne den Frauen nicht die Verantwortung fu\u0308r das Problem zuschieben. \u201eEs ist Aufgabe des Arbeitgebers, fu\u0308r Gleichstellung zu sorgen.\u201c Der Betriebsrat der Zeit hat in Folge der Entdeckung des Gender Pay Gaps fu\u0308r Redakteurinnen einen Workshop fu\u0308r erfolgreiche Gehaltsverhandlungen organisiert, mit Unterstu\u0308tzung des Arbeitgebers. \u201eDies hat etliche Teilnehmerinnen ermutigt, mit ihren Chefs in Gespra\u0308che u\u0308bers Gehalt zu gehen\u201c, berichtet Murken.<\/p>\n<p>Im Kleinen mag so etwas als Empowerment funktionieren. Doch die Equal Pay Gap zeigt eine strukturelle Ungleichbehandlung, die nicht jeder so einfach akzeptieren mag wie das IW. \u201eDie Kriterien sind Erkla\u0308rungen, aber keine Rechtfertigungen\u201c, meint Angelika Knop. \u201eJeder hat die moralische Verpflichtung, auf solche Ungerechtigkeiten genau draufzuschauen. Nur weil sich das System seit Jahrzehnten etabliert hat, ist es nicht richtig.\u201c<\/p>\n<p><strong>Kein Mann wu\u0308rde das machen<\/strong><\/p>\n<p>Die freie Journalistin ist Equal-Pay-Expertin des Journalistinnenbunds und bescha\u0308ftigt sich schon seit Jahren mit dem Thema. Fu\u0308r sie sind die Entscheidungen der Frauen nicht freiwillig, sondern die Folge jahrhundertealter Traditionen und gesellschaftlicher Normen. Als Beispiel erza\u0308hlt sie von jungen Journalistinnen, denen bei Mode- oder Frauenzeitschriften nach la\u0308ngerem Praktikum oder Volontariat erst mal eine Stelle als schlechter bezahlte Redaktionsassistentin angeboten wurde, obwohl sie als Redakteurin arbeiteten. \u201eIch kenne keinen Mann, dem das passiert ist \u2013 und vermutlich wu\u0308rde es auch keiner machen, weil der Job ,Assistentin\u2018 eben als weiblich gilt.\u201c<\/p>\n<p>Auch die etablierte Strategie, das Gehalt an die Berufserfahrung zu koppeln, sieht sie kritisch. \u201eFrauen, die Elternzeit nehmen, sitzen ja nicht auf der Parkbank. Sie erwerben auch Kompetenzen &#8211; sozial, organisatorisch. Das wird nicht beru\u0308cksichtigt\u201c, meint Knop. Ob jemand nun 20 oder 25 Jahre Berufserfahrung habe, sei zudem irgendwann egal.<\/p>\n<p>Um eine derartige Diskriminierung anzugehen, bedarf es einer gesellschaftlichen Debatte. Doch diese anzusto\u00dfen, ist gar nicht so leicht. \u201eVor allem junge Frauen ko\u0308nnen sich oft gar nicht vorstellen, dass sie diskriminiert werden, bevor sie es zum ersten Mal erleben\u201c, sagt Knop. Zudem sorgten Verschwiegenheitsklauseln dafu\u0308r, das Problem unter der Decke zu halten. \u201eMan kann offiziell gar nicht erfahren, was die Kollegen verdienen.\u201c<\/p>\n<p>In diesem Punkt soll ein neues Gesetz Abhilfe schaffen, dessen Entwurf das Bundeskabinett Anfang Januar verabschiedet hat. Demnach soll es in Zukunft mo\u0308glich werden, das Gehalt der Kollegen mit vergleichbaren Positionen zu erfragen. Die Regelung soll jedoch nur fu\u0308r Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern gelten. In vielen Redaktionen bliebe es damit folgenlos.<\/p>\n<p>Dass im Journalismus das Thema zuletzt dennoch auf der Agenda landete, liegt an der Klage einer ZDF-Mitarbeiterin, die wie jeder vor Gericht Ziehende das Recht auf Perso\u0308nlichkeitsschutz genie\u00dft. In Gespra\u0308chen mit Kollegen hatte die preisgekro\u0308nte Reporterin eines Politmagazins den Eindruck gewonnen, dass ihre Arbeit dem Sender weniger wert ist als die ihrer ma\u0308nnlichen Kollegen. Zuna\u0308chst versuchte sie, die Sache intern zu lo\u0308sen. Als das jedoch fu\u0308r sie ohne Ergebnis blieb, zog sie vor das Berliner Arbeitsgericht. Verhandelt wurde im Dezember.<\/p>\n<p><strong>Nur vereinzelt wird geklagt<\/strong><\/p>\n<p>Schon die Tatsache, dass hier jemand klagte, sorgte in vielen Medien fu\u0308r eine Welle der Solidarita\u0308t. 1987 war die Sowjetunion-Korrespondentin der ARD, Gabriele Krone-Schmalz, mal dagegen vorgegangen, schlechter bezahlt zu werden als ihr ma\u0308nnlichen Vorga\u0308nger. Aufgrund eines Formfehlers wurde ihre Klage abgewiesen. Dieser Vorsto\u00df blieb aber ein Einzelfall.<\/p>\n<p>Beim Deutschen Journalisten- Verband (DJV) gehen offenbar auch keine Beschwerden u\u0308ber den Gender Pay Gap ein. Auf Anfrage teilen die Rechtsabteilungen der beiden mitgliedersta\u0308rksten DJV-Landesverba\u0308nde in Nordrhein-Westfalen und Bayern mit, dass ihnen jedenfalls keine Fa\u0308lle bekannt seien. Mit ein Grund dafu\u0308r ist sicherlich, dass in Deutschland Arbeitsgerichte daru\u0308ber entscheiden, ob eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts vorliegt. Den eigenen Arbeitgeber zu verklagen, ist ein gro\u00dfer Schritt.<\/p>\n<p>Umso mehr Beachtung fand der Fall der ZDF-Reporterin. In erster Instanz wies das Gericht Anfang Februar den Vorwurf zuru\u0308ck. \u201eDie von der Kla\u0308gerin benannten Mitarbeiter sind nicht vergleichbar, weil diese zum Teil in einem anderen Rechtsverha\u0308ltnis ta\u0308tig sind oder \u2013 soweit sie in einem vergleichbaren Rechtsverha\u0308ltnis stehen \u2013 u\u0308ber la\u0308ngere Bescha\u0308ftigungszeiten verfu\u0308gen\u201c, lautete die Begru\u0308ndung. Hier kommt zum Tragen, dass beim o\u0308ffentlich-rechtlichen Rundfunk freie, feste freie und fest angestellte Mitarbeiter ta\u0308tig sind.<\/p>\n<p>Die Kla\u0308gerin hat angeku\u0308ndigt, in Berufung zu gehen. Ihr Anwalt argumentiert mit europa\u0308ischem Recht, nach dem fu\u0308r die Ho\u0308he des Gehalts entscheidend ist, ob es sich um gleiche und gleichwertige Arbeit handelt \u2013 und nicht die Art des Anstellungsverha\u0308ltnisses. Das ZDF ha\u0308lt dagegen, dass die Vergu\u0308tung ihrer Mitarbeiter weitgehend durch Tarifvertra\u0308ge bestimmt sei. \u201eGeschlecht, Alter, Religion etc. spielen hierbei keine Rolle\u201c, hei\u00dft es in der offiziellen Stellungnahme.<\/p>\n<p><strong>Gender Pay Gap? Nicht bei uns!<\/strong><\/p>\n<p>Viel mehr ist vom ZDF zum Thema derzeit nicht zu erfahren. Ein Mitglied des Personalrats muss sich am Telefon erst erkundigen, was Gender Pay Gap denn u\u0308berhaupt sei. Auf die Erkla\u0308rung kontert er barsch, bei seinem Sender sei da alles in Ordnung, und zitiert werden wolle er in keinem Fall. Die Gleichstellungsbeauftragte bittet um Versta\u0308ndnis, sich zu einem laufenden Verfahren nicht zu a\u0308u\u00dfern. Zu einem generellen Gespra\u0308ch u\u0308ber ihre Arbeit ist sie zwar bereit, aber urlaubsbedingt kommt es nicht dazu.<\/p>\n<p>Wie auch immer die Sache am Ende ausgeht &#8211; wie schwer es ist, im Einzelfall den Vorwurf der Diskriminierung zu u\u0308berpru\u0308fen, zeigt sich schon jetzt. \u201eU\u0308berall da, wo es keine Tarifstrukturen gibt und wo Outsourcing betrieben wird, gibt es ungleiche Bezahlung\u201c, sagt Angelika Knop. \u201eDavon betroffen sind Frauen &#8211; aber auch freie, junge, ostdeutsche oder Online-Journalisten.\u201c<\/p>\n<p>Indem zunehmend Verlage aus den Fla\u0308chentarifen aussteigen, werden Gehaltsstrukturen unu\u0308bersichtlich. Und wo noch Tarife gelten, sorgen mo\u0308glicherweise Zulagen fu\u0308r Ungleichgewichte, von denen vorwiegend a\u0308ltere Mitarbeiter profitieren. Liegt der geringere Verdienst am Geschlecht, an der Ta\u0308tigkeit in der Online-Sparte oder doch am Status als Freie? Das auseinander zu dro\u0308seln ist gar nicht so leicht.<\/p>\n<p><strong>Tarifvertra\u0308ge ko\u0308nnen helfen<\/strong><\/p>\n<p>Dass Tarifvertra\u0308ge helfen ko\u0308nnen, die Gender Pay Gap zu schlie\u00dfen, diese Erfahrung hat eine weitere Redaktion aus der Zeit-Verlagsgruppe gemacht. \u201eAls strukturelles Problem haben wir diese bei Zeit Online nie nachgewiesen. Aber in der Vergangenheit kam es in Einzelfa\u0308llen vor, dass Frauen auf vergleichbaren Positionen weniger verdienten als Ma\u0308nner\u201c, sagt Tina Groll. Mit der Einfu\u0308hrung von tariflichen Regelungen im vergangenen Jahr habe sich das Problem jedoch reduziert.<\/p>\n<p>Groll ist Redakteurin und Betriebsratsvorsitzende bei Zeit Online und engagiert sich seit Jahren fu\u0308r mehr Gleichberechtigung in der Arbeitswelt. Fu\u0308r sie tra\u0308gt auch die Medienkrise mit dazu bei, dass sich so wenige gegen die gro\u00dfe Gehaltslu\u0308cke auflehnen.<\/p>\n<p>\u201eViele sind heutzutage im Journalismus froh, einen Job zu haben. Da beschwert man sich nicht u\u0308ber die Bezahlung\u201c, sagt sie. Hinzu ka\u0308me, dass ein geringeres Gehalt auch zu Selbstzweifeln fu\u0308hren ko\u0308nne. \u201eEntweder denken die Frauen, sie ha\u0308tten sich unter Wert verkauft \u2013 damit mo\u0308chte man nicht o\u0308ffentlich umgehen. Oder sie zweifeln an ihrem eigenen Marktwert.\u201c<\/p>\n<p>Als Lo\u0308sung des Problems nennt Groll, neben der Einfu\u0308hrung von Tarifen auch Transparenz. Das Recht, das Gehalt der Kollegen zu erfahren, wu\u0308nscht sie sich auch fu\u0308r Redaktionen mit weniger als 200 Mitarbeitern. Zudem fordert sie die Betriebsra\u0308te auf, regelma\u0308\u00dfig Einsicht in die Lohnstruktur zu nehmen.<\/p>\n<p>Freien und Redakteuren kleinerer Unternehmen ohne gewerkschaftliche Strukturen hilft das wenig. Doch diesen bleibt noch, sich selbst engagieren. \u201eGerade Frauen trauen sich oft nicht, jedes Jahr neu u\u0308ber ihr Gehalt zu verhandeln. Doch dieses Recht sollten Sie wahrnehmen\u201c, meint Groll Und Angelika Knop ra\u0308t: \u201eErkundigen Sie sich bei Ihrer Gewerkschaft, Kollegen oder Freunden, was Sie verlangen ko\u0308nnen, bevor Sie Ihr Gehalt oder Honorar verhandeln.\u201c<\/p>\n<p>Letztendlich bleibe es jedoch auch eine gesellschaftliche Herausforderung, sagt sie. \u201eWenn mehr Ma\u0308nner mehr als zwei Monate Elternzeit na\u0308hmen, wu\u0308rde das Problem kleiner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Journalist vom M\u00e4rz 2017 Das einzige Mitglied der Chefredaktion, das 20 Prozent weniger verdient als die ma\u0308nnlichen Kollegen. Die Social-Media- Redakteurin, die den Neuen mit vergleichbarer Berufserfahrung und den gleichen Aufgaben einarbeitet und dann erfa\u0308hrt, dass dieser im Jahr 10.000 Euro mehr verdient als sie. 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