{"id":2921,"date":"2015-01-19T17:24:52","date_gmt":"2015-01-19T16:24:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=2921"},"modified":"2015-01-19T17:24:52","modified_gmt":"2015-01-19T16:24:52","slug":"one-more-time","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juliane-schader.de\/?p=2921","title":{"rendered":"One More Time"},"content":{"rendered":"<p>Als Kind h\u00e4tte ich gerne eins dieser praktischen Plastetiere gehabt, die man in der Hosentasche mit sich herumschleppen und bei Bedarf f\u00fcttern, streicheln oder ins Bett bringen konnte.\u00a0Doch meine Eltern hielten nichts von Tamagotschis oder von f\u00fcr den Erwerb n\u00f6tigen Taschengelderh\u00f6hungen.\u00a0Als Kind hat man es auch nicht leicht.<\/p>\n<p>Irgendwann entdeckte ich\u00a0die Viecher dann in einer Ramschkiste, abzugeben im Doppelpack f\u00fcr ein Viertel des Preises. Seitdem ich im Jahr 2008\u00a0meinen ersten Gameboy bekam, wei\u00df ich: Verpasste Kinderheitsw\u00fcnsche kann man schwerlich\u00a0nachholen. Und wenn Tamagotschis f\u00fcr einen Spa\u00dfpreis zu haben sind, ist deren Besitz dem Coolnessfaktor in etwa so zutr\u00e4glich wie sich zur\u00a0Klassenfahrt im Bus ganz nach vorne\u00a0zu setzen.<\/p>\n<p>And now for something completely different.<\/p>\n<p>Das Time-Magazin hat mir wieder geschrieben. Und wieder. Und wieder. Und wieder.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-2942\" src=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time2.jpg\" alt=\"Time2\" width=\"541\" height=\"552\" srcset=\"https:\/\/www.juliane-schader.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time2.jpg 1344w, https:\/\/www.juliane-schader.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time2-294x300.jpg 294w, https:\/\/www.juliane-schader.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time2-1005x1024.jpg 1005w\" sizes=\"(max-width: 541px) 100vw, 541px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie schwer es war, das Abo im Sommer zu k\u00fcndigen, hatte ich <a href=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=2802\">an dieser Stelle<\/a> schon erl\u00e4utert. Tats\u00e4chlich wurde die Zustellung inzwischen eingestellt. Die Brieffreundschaft aber nicht.<\/p>\n<p>Auf den &#8222;Special Alert&#8220; anl\u00e4sslich meines auslaufenden Abos folgte die &#8222;Final Notice&#8220;, der &#8222;Welcome Back!&#8220;-Brief sowie der &#8222;Final Sale&#8220; bzw. das &#8222;Final Renewal Offer&#8220;. Angeboten wurden mir zuletzt 52 Ausgaben f\u00fcr 30 statt 234 Euro. Ich bin jetzt kein Experte f\u00fcr Wertverfall, habe aber die dumpfe Ahnung, dass man in der Aboabteilung von Time das eigene Produkt f\u00fcr in etwa so attraktiv und erstrebenswert h\u00e4lt wie Spliss, ein Atomm\u00fcllendlager im Vorgarten\u00a0oder ein Zimmer in einer WG mit Walter Freiwald.<\/p>\n<p>Immerhin ist dieses letzte Angebot verbunden mit der Ansage. &#8222;We&#8217;ll never offer you this deal again&#8220;.<\/p>\n<p>Wenn es denn wenigstens so w\u00e4re!<\/p>\n<p>Meine Eltern waren, ich hatte es angedeutet, in ihren Erziehungsidealen\u00a0recht konsequent. Dank Time wei\u00df ich es jetzt, wie es mir in einer\u00a0etwas antiautorit\u00e4rer angehauchten Familie ergangen w\u00e4re:<\/p>\n<p>&#8222;Das ist mein letztes Wort. Na gut, das war es jetzt noch nicht, aber das n\u00e4chste wird es sein, mein allerletztes Wort. Ach nee, doch nicht. Jetzt aber: das allerallerletzte. Na gut. Einmal noch: Jetzt ist aber Schluss. Oder zumindest gleich. Bald. Bald ist Schluss! Irgendwann muss doch mal Schluss sein! Schluss jetzt! Wirklich. Na gut, ich z\u00e4hle bis drei: Eins, zwei, &#8230; nochmal, jetzt im Ernst.\u00a0Ich meine es ernst! Mein letztes Wort!&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr soetwas fehlt mir die Geduld. Womit Time mir zu der Erkenntnis verholfen hat, dass ich eher <a href=\"http:\/\/www.fernsehserien.de\/raus-aus-den-schulden\/folgen\/familie-uelueglue-1-557924\">Familie \u00dcl\u00fcgl\u00fc<\/a> mit meiner Finanzverwaltung beauftrage, als\u00a0noch einmal ein Print-Abo abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Basta.<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/81fb16213795489fac10ed078397a77d\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-2943\" src=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time4.jpg\" alt=\"Time4\" width=\"2556\" height=\"1329\" srcset=\"https:\/\/www.juliane-schader.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time4.jpg 2556w, https:\/\/www.juliane-schader.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time4-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.juliane-schader.de\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Time4-1024x532.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 2556px) 100vw, 2556px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Kind h\u00e4tte ich gerne eins dieser praktischen Plastetiere gehabt, die man in der Hosentasche mit sich herumschleppen und bei Bedarf f\u00fcttern, streicheln oder ins Bett bringen konnte.\u00a0Doch meine Eltern hielten nichts von Tamagotschis oder von f\u00fcr den Erwerb n\u00f6tigen Taschengelderh\u00f6hungen.\u00a0Als Kind hat man es auch nicht leicht. 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