{"id":2060,"date":"2012-05-10T15:21:58","date_gmt":"2012-05-10T13:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=2060"},"modified":"2012-05-10T15:45:24","modified_gmt":"2012-05-10T13:45:24","slug":"verlangerte-eroffnungszeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juliane-schader.de\/?p=2060","title":{"rendered":"Verl\u00e4ngerte Er\u00f6ffnungszeiten"},"content":{"rendered":"<p>Ich kann nicht glauben, dass sich ernsthaft jemand dar\u00fcber wundert, dass sich diese Sache mit dem Flughafen nun um ein paar unma\u00dfgebliche Wochen verz\u00f6gert. Jedem, der schon mal eine Berliner Baustelle gesehen hat, wo traditionell drei Bauarbeiter einem vierten beim Baggerfahren zusehen, h\u00e4tte das klar sein m\u00fcssen. Auch andere Gewerke haben alles, au\u00dfer Ahnung. Und ja, ich wei\u00df, wovon ich sprechen: Bei mir war gestern Nachmittag ein Mensch in Blaumann, um die neue Therme zu reparieren.<\/p>\n<p>Womit wir schon eins der gr\u00f6\u00dften Probleme umrissen h\u00e4tten: Die frisch eingebaute Gastherme ist kaputt. Sie macht Ger\u00e4usche, laute Ger\u00e4usche, und ohne hier zu sehr auf die detaillierte Funktionsweise einer solchen Anlage eingehen zu wollen, in die ich mir dank des Internets mittlerweile einen gewissen Einblick verschaffen konnte: Nein, das Ger\u00e4usch sollte nicht sein, und ja, das sch\u00f6ne Wort Heizkreispumpe spielt dabei eine zentrale Rolle.<\/p>\n<p>Nur drei Wochen, nachdem die Hausverwaltung von dem Problem erfuhr, hatte sie schon die f\u00fcr den Einbau verantwortliche Firma informiert, die wiederum sieben Tage brauchte, um sich dazu durchzuringen, sich den Schaden mal anzusehen. Gestern war es dann so weit, und ich hatte mir zur Feier des Tages den Nachmittag freigeschaufelt, um den netten Blaumanntr\u00e4ger auch reinlassen zu k\u00f6nnen. Eine v\u00f6llige Fehlinvestition, wie mir schon kurz nach dessen Eintreffen klar wurde, als er die Begr\u00fc\u00dfungsformel mit dem Satz beendete: &#8222;Und das ist die Therme? So ein Modell habe ich noch nie gesehen.&#8220;<\/p>\n<p>Hervorragend. Im Laufe der n\u00e4chsten zehn Minuten stellte sich dann noch heraus, dass der Herr mehr oder weniger fl\u00fcssig aus Bedienungsanleitungen vorlesen kann, w\u00e4hrend er mir das Lesen und Verstehen derartiger Texte nicht zutraut. Zudem ist er in der Lage, per Handy Kollegen zu konsultieren, die entweder um kurz nach drei schon Feierabend oder auch keine Ahnung haben. &#8222;Man kann ja nicht alles wissen&#8220;, waren die Worte, mit denen er sich verabschiedete. Ganz recht, warum sollte man als Berliner Firma bei der Ansage &#8222;Therme XY der Firma Z hat ein Problem mit der Heizkreispumpe&#8220; auch einen Mitarbeiter schicken, der sich mit sowas auskennt.<\/p>\n<p>Was uns zur\u00fcck zu Flughafen bringt und der Tatsache, dass Berliner Handwerker eben nicht alles wissen k\u00f6nnen. Erst recht nicht, dass diese Riesenbaustelle schon Anfang Juni fertiggestellt sein sollte. Das hatte ihnen vermutlich keiner gesagt, au\u00dferdem stand es nicht in der Bedienungsanleitung, und \u00fcberhaupt, es ist schon halb zehn, Zeit f\u00fcr das dritte Fr\u00fchst\u00fcck. Denn das ist das einzige, was garantiert p\u00fcnktlich erfolgt.<\/p>\n<p>Womit wir zum Schluss und zum vers\u00f6hnlichen Fazit des Ganzen kommen: F\u00fcr die Flughafenbetreiber und alle anh\u00e4ngenden Unternehmen ist diese Verschiebung nat\u00fcrlich ein herber Schlag. Aber man denke nur an die Mettbr\u00f6tchenfertigenden Betriebe. Die machen nun endg\u00fcltig das Gesch\u00e4ft ihres Lebens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kann nicht glauben, dass sich ernsthaft jemand dar\u00fcber wundert, dass sich diese Sache mit dem Flughafen nun um ein paar unma\u00dfgebliche Wochen verz\u00f6gert. Jedem, der schon mal eine Berliner Baustelle gesehen hat, wo traditionell drei Bauarbeiter einem vierten beim Baggerfahren zusehen, h\u00e4tte das klar sein m\u00fcssen. Auch andere Gewerke haben alles, au\u00dfer Ahnung. 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