{"id":1676,"date":"2011-05-04T15:50:17","date_gmt":"2011-05-04T13:50:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=1676"},"modified":"2011-05-04T15:50:17","modified_gmt":"2011-05-04T13:50:17","slug":"eine-insel-im-wolfspelz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juliane-schader.de\/?p=1676","title":{"rendered":"Eine Insel im Wolfspelz"},"content":{"rendered":"<p>Schon wieder war ich ein paar Tage abgelenkt, habe Kommentare und Leser vernachl\u00e4ssigt und statt dessen etwas gemacht, das sich Kurzurlaub nennt. Und gut ist, weil Urlaub, und schlecht, weil so kurz.<\/p>\n<p>Genauer gesagt war ich ein paar Tage auf R\u00fcgen, das sich dadurch auszeichnet, sich selbst gerne mit Anf\u00fchrungszeichen &#8222;Insel R\u00fcgen&#8220; zu nennen. Keine Scheu hat, in seinen Speisekarten etwas namens Gordon Bleu anzupreisen und auf seiner gr\u00f6\u00dften Sehensw\u00fcrdigkeit, dem Kreidefelsen, eine Art Freizeitpark inklusive <a href=\"http:\/\/www.koenigsstuhl.com\/hunde_218.html\" target=\"_blank\">Hundebar<\/a> hinzubauen. Und deren Bewohner an jeder Ecke kleine, H\u00fchnerg\u00f6tter genannte Steine zum Verkauf auslegen, die man bitte \u00fcber eine Kasse des Vertrauens bezahlen soll. Was so aussieht:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Kasse.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-1680  aligncenter\" title=\"Kasse\" src=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Kasse-834x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"348\" height=\"425\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffffff;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Noch spannender als alle diese lustigen Umst\u00e4nde fand ich aber die Tatsache, dass s\u00e4mtliche Menschen, die in dieser offensichtlichen Vor-Vor-Vorsaison die Insel besuchten, sich ausschlie\u00dflich und sehr detailreich bei der Firma Jack Wolfskin eingekleidet hatten. Und zwar nicht in der Art und Weise, wie man es von <a href=\"http:\/\/www.juliane-wiedemeier.de\/?p=1378\" target=\"_blank\">praktisch orientierten Prenzlauer Berger Gro\u00dfstadtdschungel-Bewohnern<\/a> kennt, sondern eher, nun ja, in der Wolfskin-Unterabteilung f\u00fcr Clownsbedarf. Oder warum sollte man Zirkuszelt-gro\u00dfe Jacken in absurden Pastell-Neon-Kombinationen tragen, wenn man ernsthaften Outdoor-Aktivit\u00e4ten nachgehen will? Damit die echten W\u00f6lfe schon von Weitem erkennen, dass man erstens da ist und zweitens vermutlich nicht sonderlich schnell fl\u00fcchten kann? Wohl eher nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus Gr\u00fcnden, die sich mir nicht ganz erschlossen haben, haben alle anderen Mitbewerber dieses Kleidungssegments sich von der Insel komplett zur\u00fcckgezogen. Man sieht, ganz im Gegensatz zu den Wolkskin-Produkten, weder Angebote in L\u00e4den noch Getragenes, was auch beides miteinander zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte. Was wiederum alles mit einer Tatze Versehenes zu einer Art Pareo f\u00fcr R\u00fcgen-Besucher machte. Was mir auch alles egal sein k\u00f6nnte, wenn man nicht irgendwann erstens Augenstechen darob der Farbkombinationen bek\u00e4me, die sich mit den blasslila Haaren und sonst in Rentner-beige daherkommenden Outfits bei\u00dfen. Und zweitens sich wundert und ein Outdoor-Kartell vermutet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wie dem auch sei: Wer keine Angst vor Windst\u00e4rke 12 und Essen in der Geschmacksrichtung viel und fettig hat, sollte mal nach R\u00fcgen reisen. Ist sch\u00f6n da. Es gilt aber Dresscode.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder war ich ein paar Tage abgelenkt, habe Kommentare und Leser vernachl\u00e4ssigt und statt dessen etwas gemacht, das sich Kurzurlaub nennt. Und gut ist, weil Urlaub, und schlecht, weil so kurz. 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